Informationen | Rentenwahrheit
Die Rentenwahrheit
Dies ist die Geschichte von Herrn Meyer.
Herr Meyer ist 30 Jahre alt und möchte mit 65 Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Herr Meyer macht sich gerade Gedanken, wie viel Rente er denn so benötigt um seinen jetzigen Lebensstandard in etwa zu halten.
Er kommt zu dem Ergebnis, dass es wohl so 2200,- Euro (STAND HEUTE) sein müssten.
Herr Meyer hat ein Schreiben von der BfA erhalten in dem man ihm mitteilt, dass er in 30 Jahren mit 1200,- Euro monatliche Rente rechnen könne. Herr Meyer freut sich.
SUPER!!!
Da er im Rentenalter gerne eine Rente in Höhe von 2200,- Euro hätte, und diese 20 Jahre lang, beschließt Herr Meyer zusätzlich eine private Zusatzrente in Höhe von 1000,- Euro bei der Citronia abzuschließen. Dafür kann er 100,- Euro monatlich aufwenden.
Nur, was Herr Meyer in seiner Freude nicht bedenkt: In diesen Schreiben der BfA ist immer die Rede von einer „jährlichen Rentenanpassung“, die dort hochgerechnet wird. Diese Rentenanpassung hat es in der Vergangenheit aber kaum gegeben und schon mal gar nicht jährlich.
2007 – 0,54%
2008 – 1,1%
2009 – 0,65% vorgesehen
Er sollte besser nicht zu viel von seiner Rente erwaten.
Aber gut: Nehmen wir mal an, er bekommt diese 1200,- Euro Rente!
Jetzt müssen nur noch die 1000,- Euro Zusatzrente angespart werden. Um 1000,- Euro Zusatzrente, 20 Jahre lang zu beziehen, benötigt Herr Meyer ein Kapital in Höhe von
337.000,- Euro
Wenn Herr Meyer diese Summe mit einer Rendite von 8% erreichen will, muss er dafür
30 Jahre lang – 240.-Euro monatlich!!!
einzahlen
Da sind 100,- Euro monatlich wohl etwas knapp bemessen. Das Ziel ist in weite Ferne gerückt. Nicht für Herrn Meyer! Herr Meyer hat noch mal seinen spitzen Bleistift rausgekramt und zusammengestrichen was möglich ist. ER BRINGT DIE 240,- EURO AUF!
Aber es kommt noch besser!
Herr Meyer hat also einen Weg gefunden, wie er sein Ziel - 2200,- Euro Rente - erreicht.
Diese Rente möchte er aber nicht nur in 30 Jahren haben, sondern auch noch in 40 oder 50 Jahren beziehen.
Das heißt, Herr Meyer braucht in 30, 40 oder 50 Jahren, einen Betrag X, der dem heutigen Betrag von 2200,- Euro entspricht.
Wir wissen nicht ob Herrn Meyer die Begriffe ‚statistischer Warenkorb’, ‚Wägungsschema’, oder ‚Verbraucherpreisindex’ etwas sagen. Aber sicher kennt er den Begriff ‚Inflationsrate’.
Um nichts anderes handelt es sich hier.
Unser Geld wird mit der Zeit immer weniger wert. Auch wenn das Statistische Bundesamt in Wiesbaden uns gerne mit anderen Zahlen beruhigen will. Es gibt in der Bundesrepublik keinen Verbraucher, der dem, im Wägungsschema, wiedergegebenen Bundesquerschnitt entspricht.
Jeder hat ein individuelles Kaufverhalten und jeder spürt die Preissteigerungen anders.
Fakt ist, alles wird mit der Zeit teurer.
In den letzten Jahren betrug die Inflationsrate im Schnitt 3%. Wenn wir davon ausgehen, das die Rate so bleibt, hat das für Herrn Meyer folgende Auswirkungen.
2200,- Euro Rente HEUTE, sind
-In 30 Jahren nur noch 882,- Euro wert
-In 40 Jahren nur noch 650,- Euro wert
-in 50 Jahren nur noch 480,- Euro wert
Anders betrachtet bedeutet das, dass Herrn Meyer zu Anfang seiner Rentenbezugszeit
5500,- Euro, und zum Ende 10000,- Euro zur Verfügung stehen müssen, um sich Dinge leisten zu können, die heute 2200,- Euro kosten.
Durchschnittlich 7750,- Euro im Monat!!!
Dazu muss natürlich etwas mehr auf dem Konto sein, nämlich
NUR 1.186.000,- Euro!!!
Um die in den noch verbleibenden 30 Jahren anzusparen, müsste Herr Meyer ab sofort die kleine Summe von
842,- Euro monatlich zur Seite legen
Wir wünschen Herrn Meyer viel Glück und alles Gute.
Sie wollen nicht das es Ihnen so ergeht wie Herrn Meyer? Dann sollten wir miteinander reden. Wir sind gerne für Sie da.